Essbare Stadt Essen

Eins der ersten Ziele des Ernährungsrates Essen ist die Ernährungsbildung als Übungsfeld für die Essbare Stadt.

Begonnen haben wir mit dem Projekt „der Ernährungsrat Essen macht Ernährungsbildung“-

flächendeckender Bau von Hochbeeten in Kindergärten und Schulen in Essen"

Kinder und auch Heranwachsende haben oft kein oder Unwissen über Nahrungsmittel, deren Produktion und Verwertung. Wie sieht Mangold aus? Wachsen Erdbeeren in der Erde?

Viel zu oft landen Convenience Produkte auf den Tellern in den Familien. Fastfood ersetzt gemeinsame, selbst zubereitete Mahlzeiten. Gesundheitliche Probleme sind die Folge.

 

Hier setzt unser Projekt an:

Durch den flächendeckenden Bau von Hochbeeten in Kindergärten und Schulen wollen wir praktische Ernährungsbildung betreiben. „Gärtnern – Ernten – Essen“ ist unserer Ansicht nach der Einstieg in eine gesunde Ernährung.

Zu erleben, wie im direkten Umfeld essbare Pflanzen gedeihen und geerntet werden können, sie zuzubereiten und zu genießen, schafft Sensibilität für frische, vitale Lebensmittel. Kenntnisse über heimische Gemüse und Obst, gesunde Ernährung und die ökologische Landwirtschaft. Einblick in die faszinierenden Abläufe der Natur, das Wissen über die Aufgabe der Insekten in diesem Kreislauf werden langfristig zu einem anderen Konsumverhalten führen und die zukünftigen Verbraucherinnen für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem sensibilisieren.

 

Unser Ziel ist ja, möglichst zügig möglichst viele Schulen und Kindergärten zu erreichen. Dabei steht unser Focus auch und vor allem auf benachteiligte und bildungsfernere Kindergruppen. Die Arbeit des ERE hat alle Bürger*innen im Blick und versteht sich nicht als Sprachrohr elitärer Bildungsschichten.

 

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Projektstand 2022

 

Wir sind im Jahr 2020 mit 11 Einrichtungen gestartet, in denen je drei qualitativ hochwertige Hochbeete inklusive Equipment durch die „Ackerhelden machen Schule“ www.ackerheldenmachenschule.de  und den Ernährungsrat aufgebaut wurden. Mittlerweile sind ca50 Kitas und Schulen mit Hochbeeten ausgestattet.

35 Obstbäume haben ein neues Zuhause dort gefunden. Wir sind bestrebt, ein Netzwerk der gärtnernden Einrichtungen zu etablieren, um den Austausch von Wissen, Erfahrungen, aber auch von Pflanzen und Saatgut zu ermöglichen. Dieses Portal soll auch Fragen und Ratschläge rund um urbanes Gärtnern ermöglichen.

Gemeinsam mit der Essbaren Stadt Bochum EssBo bieten wir zweimal im Jahr Workshops an.

Impressionen vom Aufbau und der Bepflanzung der Hochbeete:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressionen vom Bewuchs und Ernte der Hochbeete:

Der Ernährungsrat Essen bedankt sich an dieser Stelle bei den Ackerhelden für die Bündelung seiner finanzierten Hochbeetprojekte auf die Stadt Essen!

 

Für den Eigenbau von Hochbeeten haben wir eine Broschüre erarbeitet mit vielen Ratschlägen und Unterrichtstipps. Diese ist unter Download abzurufen.

Damit verfolgen wir unsere Vision:  Bildung: sinnlich und fröhlich!

Alle Essener Kinder und Jugendlichen erleben in ihrer Kita- und Schulzeit eine sinnliche und fröhliche Ernährungsbildung. Gute Ernährung ist nicht nur Schulfach, sie wird auch in Schulgärten und Schulküchen gelebt. Jedes Kind weiß, wie Landwirte arbeiten. Es gibt Schulbauernhöfe und Schulgärten. Auch zwischen Kitas, Grundschulen und Senioreneinrichtungen gibt es Kooperationen. Die Senior*innen vermitteln den Kindern wertvolles Wissen rund ums Gärtnern und Kochen. So entstehen für die Älteren neue Aufgaben und Aktivitätsfelder. Eine Win/Win Situation!

 

Darüber hinaus ist unsere Vision:    Die Stadt Essen ist „Essbare Stadt“.

Gemüse- und Obstanbau im öffentlichen Raum ist selbstverständlich:                                               

Beeren- statt Ziersträucher, Kräuter statt Zierstauden, Kohl und Kartoffeln statt Bodendecker, Obstbäume statt Exoten! Grün zum Selbsternten an jeder Ecke und jede Menge Blumen für die Insekten und die Sinne der Essener*innen.

                                                     

Pflücken erlaubt, statt Betreten verboten!

Diese Vision verfolgen wir zur Zeit mit zwei Projekten -die praktische Ernährungsbildung mittels der Hochbeete verstehen wir als Übungsfeld für die Essbare Stadt- in Kooperation mit anderen Inititiativen.

Mit Altenessen:blüht

 

konzentrieren wir uns darauf, Altenessen blühend und essbar zu gestalten. Hierbei werden wir von der Grünen Hauptstadt Agentur unterstützt.

Das Schlaraffenband Ruhr 

 

 

ist ein gemeinsamer Auftritt vom Ernährungsrat Essen, EssBO! / dem Ernährungsrat Bochum, dem Ernährungsrat Dortmund und Schwerte:pflanzt. Wir suchen kreative Lösungen gegen den Klimawandel für ein grünes, genussvolles und lebenswertes Ruhrgebiet: Wildblumenstreifen für Insekten statt Kies und Beton, Hochbeete statt Hitzeinseln, Nachhaltiges Regenwassermanagement und Trinkbrunnen überall, Mikroklima statt Klimanotstand - diese Ziele treiben uns als Aktive an!

Entlang der Radwege sollen wie eine Perlenkette alle 5 km Naschorte entstehen, die je nach Beschaffenheit unterschiedliche Themen vorstellen, z.B. Obstbäume, Beerensträucher, Nussgehölze, Küchenkräuter, Wein, Rosen+Hagebutten, Trockengebiete, Feuchtgebiete, Ackerbrachen, Wildpflanzen undsogar ab und zu Kulturhochbeete. Erfrischen können sich die Radler:innen an frisch aufbereitetem Trinkwasser. Hölzerne Bänke und Tische laden zum Verweilen ein.

Wenn alle sich zusammen tun, werden wir diese Vision einer Transformation des Ruhrgebietes spätestens zur IGG27 wahr werden lassen.

 

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